Die aktuell wieder aufflammende Diskussion über eine mögliche Fusion zwischen Wettingen und Baden kommt aus Sicht der FDP Baden überraschend.
Grundsätzlich ist es für eine starke Region Baden/Wettingen entscheidend, dass alle Gemeinden eigenständig, finanziell gesund und handlungsfähig bleiben. Nur so kann sich die Region nachhaltig entwickeln und ihre Attraktivität für Bevölkerung und Wirtschaft sichern.
Eine Fusion wäre vor einigen Jahren unter anderen Voraussetzungen zu beurteilen gewesen. Damals befanden sich beide Gemeinden (Banden und Wettingen) in einer stabileren Ausgangslage, was eine Partnerschaft auf Augenhöhe erleichtert hätte. Die heutige Situation präsentiert sich jedoch deutlich anders.
Die Stadt Baden steht aktuell vor bedeutenden finanziellen Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit anstehenden Schulbauprojekten und weiteren Investitionen in die Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund wäre eine zusätzliche strukturelle Belastung durch eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt aus Sicht der FDP nicht zielführend.
Das Beispiel der erfolgreichen Fusion mit Turgi zeigt zwar, dass Zusammenschlüsse grundsätzlich funktionieren können. Allerdings müssen dafür die Rahmenbedingungen stimmen – und diese sind aktuell nicht gegeben.
Für die FDP Baden ist klar: Der Fokus sollte weiterhin auf einer engen, konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb der Region liegen. Bestehende Kooperationen sollen gezielt weiterentwickelt und wo sinnvoll verstärkt werden. Dazu gehört insbesondere, die gemeinsamen Bemühungen zur Ansiedlung des Hauptsitzes von Hitachi Energy Schweiz aktiv zu unterstützen und voranzutreiben – ein Projekt von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region.
Eine Fusion ist derzeit kein prioritäres Thema. Entscheidend ist vielmehr, den Dialog zwischen den Gemeinden aktiv zu pflegen und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Region zu erarbeiten.
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Maurizio Savastano, Fraktionspräsident Einwohnerrat, 079 631 01 15, maurizio.savastano@hispeed.ch